CMD und Bewegungsapparat
Der Unterkiefer ist über die Kau-, Kopf- und Nackenmuskulatur mit der Wirbelsäule und dem Becken verbunden. Ebenfalls sind die im Kiefer entspringenden Nerven mit dem gesamten Körper verbunden. Der Kiefer ist in hochkomplexer Weise mit dem gesamten Körper verbunden.
Aus diesem Grund haben die meisten CMD-Patienten Beschwerden an der Halswirbelsäule und am Bewegungsapparat.
Aus diesem Grund führt eine fehlerhafte Unterkieferposition (CMD) zu Schmerzen am gesamten Bewegungsapparat.
Aufgrund der muskulären und knöchernen Verbindungen des Unterkiefers mit der Wirbelsäule und dem Becken wirken sich Störungen im Bereich des Zusammenbisses (Okklusion), des Kiefergelenks, oder der Kaumuskulatur auch auf den Kopf, auf die Kopfhaltung, die Körperhaltung sowie den Bewegungsapparat aus (Schupp & Zernial, 1997; Kopp & Plato, 2008; Ridder, 2019).
Eine fehlerhafte Position des Unterkiefers zum Oberkiefer (CMD) führt wissenschaftlich erwiesen zu Schmerzen und Schäden am Bewegungsapparat – die absteigende Funktionskette. Ein nicht korrekt positionierter Unterkiefer führt zu Störungen vom Schädel über die Halswirbelsäule, die Brustwirbelsäule bis zur Lendenwirbelsäule und dem Becken.
Wenn sich die Lage des Unterkiefers krankhaft verändert – z.B. durch fehlerhafte Füllungen, Zahnersatz, Kieferorthopädie oder gekippten Zähnen -, dann verändert sich auch die skelettale Statik des gesamten Bewegungsapparates.
Und umgekehrt. Aufgrund der aufsteigenden Funktionskette wirken sich Störungen im Bewegungsapparat, insbesondere ein Beckenschiefstand auf die Position des Unterkiefers aus.
Ein fehlerhafter Zusammenbiss bzw. eine fehlerhafte Position des Unterkiefers zum Oberkiefer kann die Körperstatik und Körperachse verändern. Ein fehlerhafter Zusammenbiss wirkt sich auf alle Gelenke des Körpers aus. Schon winzigste Fehlkontakte ab ca. 0,05 mm können Schmerzen, Blockaden und Beckenschiefstände auslösen.
Diese Zusammenhänge haben die Konsequenz, dass eine CMD-Behandlung immer zeitlich koordiniert mit der Auflösung von Verspannungen und Blockaden im Bewegungsapparat einhergehen muss.
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